Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Nur der Titel einer Soap?
Es ist mehr. Im Kopf hatte sich etwas verknotet, die Krankheit hat mich gezwungen, mich damit auseinanderzusetzen, ein Prozess, der noch nicht ganz abgeschlossen ist.
Lycos iQ ist ein Thema, das emotional berührt, nicht nur mich, sondern auch sehr viele Anwender. Die vielen Streitereien und Richtungskämpfe haben auch mir zu schaffen gemacht, zeitweilig fehlte schlicht die Motivation, mich mit diesem Kriegsschauplatz auseinanderzusetzen.
Die Erkrankung zwang mich, mich auf mich selbst und auf die Aktivitäten zu konzentrieren, die notwendig sind, und mit der Abstinenz von Lycos iQ und leider auch dem Lycos iQ Krimi kam langsam wieder etwas Klarheit.
Ein Schriftsteller muß sich mit der Materie auseinandersetzen, über die er schreibt, nur dann ist es möglich, eine lebendige Atmosphäre zu beschreiben. Würde ich nicht auf Korfu leben, wären die Korfu Krimis nicht so authentisch. Doch ein Schriftsteller ist ein Beobachter, kein Akteur, die Handlung bestimmt selbst, wohin sie geht, der Autor kann nur führen, aber nicht bestimmen. Das gilt für den Lycos iQ Krimi, bei dem ich nur einer von vielen Autoren bin, noch sehr viel mehr. Deshalb war es vermutlich notwendig, daß ich als Anwender von Lycos iQ, und zwar als Anwender, der diese Plattform liebt und der über die Streitereien sehr traurig ist, daß ich als aktiver Anwender in den Hintergrund trete und Lycos iQ stattdessen mit den Augen des Autors sehe.
Im neuen Part ist Paul verschwunden, und ich darf verraten, daß er einige meiner Erfahrungen mit der Gesundheitsstörung Bluthochdruck machen wird - er wird wiederkommen, aber mit einer anderen Einstellung. Im Mittelpunkt dieses Teils stehen Peter und Susi - Peter, der noch immer versucht, Lycos iQ zu verstehen und der dazu ein Gespräch mit einem Fachmann führt, und Susi, die Lycos iQ nutzt, ohne lange über Sinn und Unsinn nachzudenken, sondern sich stärker auf ihre eigenen Probleme konzentriert.
Weder als Autor noch als User kann ich mich den Machtkämpfen hinter den Kulissen komplett entziehen, als User kann ich mir meinen Teil denken, doch als Autor kann ich meinen journalistischen Background einbringen und versuchen, die aktuellen Vorgänge bei Lycos iQ im Gesamtzusammenhang des Webs darzustellen, nicht wertend, sondern beschreibend, und dies auf möglichst vielfältige Art. Das Gespräch, das Peter mit einem Redakteur des Spiegel führt, gibt einige Aspekte wieder, doch es wird andere Gespräche mit anderen Experten geben, die andere Richtungen aufzeigen. Gemäß einer Zielrichtung des Lycos iQ Krimis: Die derzeitigen Entwicklungen im Internet mit allen Möglichkeiten und Risiken aufzuzeigen.
Im Krimi selbst wird in der nächsten Folge - die diesmal nicht so lange auf sich warten lassen wird - die Fahrt nach Gütersloh auf dem Programm stehen, es war und ist aber noch notwendig, diese Fahrt besser vorzubereiten.
Was ist zu tun? Peter und Susi haben viel miteinander zu tun, wie sich die Beziehung entwickelt, ist aber noch vollkommen offen. Paul ist kurzfristig von der Bildfläche verschwunden, was sein wird, wenn er zurückkommt, ist noch nicht ganz klar. Neue Spuren sind nicht gefunden, aber es gibt da einen Verdacht, der in der nächsten Folge zu allerlei Spekulationen führen soll. Also: Mutmaßungen, was da eigentlich los ist, sind ausdrücklich erwünscht. Und ein kleiner Hinweis dazu: Es hat schon seinen Grund, weshalb einige Untersuchungen bislang eher schlampig durchgeführt wurden...
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